Wildcampen in Dänemark – das solltest du wissen

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Wer in Dänemark mit dem Wohnmobil frei stehen möchte sollte sich zunächst über eines im Klaren sein: Wildcampen ist in Dänemark grundsätzlich verboten. Eine Ausnahme stellen sogenannte Naturlagerplätze dar, auf denen es meist ein einfaches WC gibt und wo für bis zu maximal 2 Nächte gezeltet werden darf. Die Nutzung kostet rd. 20 DKK. Jedoch ist das Befahren dieser Plätze mit motorisierten Fahrzeugen verboten.

Campen oder Ausruhen

Das ist es nun, was den deutlichen Unterschied ausmacht. Mit dem Wohnmobil darf man sich auf allen öffentlichen Park- und Rastplätzen „ausruhen“ um die Fahrtüchtigkeit nach einer längeren Fahrt wieder her zu stellen – auch über Nacht. Viele dieser Rast- und Parkplätze bieten auch die Möglichkeit, den Wassertank aufzufüllen und Brauchwasser zu entsorgen.

Wie definiert man den Unterschied zwischen Campen und Ausruhen?

Campen bedeutet, dass man es sich auf dem Platz quasi gemütlich macht. Man holt Tisch und Stühle heraus und hält sich die meiste Zeit außerhalb des Wohnmobils auf. Ausruhen bedeutet, dass man weder Equipment um sich herum verteilt, noch die Markise ausfährt. Man hält sich überwiegend im Inneren des Wohnmobils auf und macht sich nach entsprechender Ruhephase wieder auf die Weiterfahrt.

Hierbei ist die Länge der Ruhezeit durchaus dehnbar. So wird meist eine komplette Übernachtung am entsprechenden Ort toleriert. Sieht ein Kontrolleur dich jedoch schon nachmittags mit deinem Wohnmobil in der Sonne stehen und bist du am nächsten Tag um die selbe Zeit noch immer dort, wird es mit einer großzügigen Auslegung dieser „Ruhepause“ wohl eher schwierig.

In diesem Zusammenhang sollte unbedingt auf eventuelle Verbotsschilder geachtet werden. Wir persönlich übernachten für gewöhnlich nie an Plätzen, die ausdrücklich mit dem Hinweis „Camping verboten“ gekennzeichnet sind, auch, wenn man hier eventuell mit der Ruheregel argumentieren könnte. An manchen Orten gibt es entsprechende Nachthalteverbot- Schilder, die zum Beispiel auch das Parken zwischen 22 Uhr und 7 Uhr verbieten. Hier greift in dem betreffenden Zeitraum die Ruheregel definitiv nicht.

Beim Wildcamping erwischt – was kostet es?

Unser Kenntnis nach, von Menschen, die bereits am nächsten Morgen einmal einen Strafzettel in der Windschutzscheibe vorgefunden haben, liegt das gewöhnliche Bußgeld bei 512 DKK. Unterschiedlichen Internetbeiträgen zufolge bewegen sich die Strafen umgerechnet im Bereich zwischen 50 und 500 EUR. – Vermutlich je nach „Schwere“ des Verstoßes (stehe ich z.B. abseits des Weges im Naturschutzgebiet oder „nur“ auf einem Parkplatz mit Campingverbotsschild)

Der guten Ordnung halber…

Bittet dich ein Däne freundlich, den Platz zu verlassen, diskutiere nicht mit ihm, sondern fahr einfach. Wir haben in Dänemark tatsächlich noch nie auf einem Campingplatz gestanden, einfach, weil die Dänen so ein tolerantes Völkchen sind. Bittet man uns weg zu fahren, dann tun wir das alleine schon aus Respekt.

Genauso verhält es sich auch mit dem Benehmen vor Ort. Selbst, wenn man sich zum Ausruhen mit Tisch und Stühlen unter seine Markise setzen dürfte- wir würden es nicht tun. Der Platz auf dem wir stehen gehört uns nicht und wir haben ihn auch nicht gepachtet. Ist das Wetter schön, holen wir maximal unsere Helinox-Stühle heraus und setzen uns damit ein wenig in die Sonne. Gehen wir zurück in den DoGo, packen wir sie auch direkt wieder ein. Ebenso hören wir keine laute Musik und lassen nichts herumliegen. Unseren Müll entsorgen wir ordnungsgemäß im Mülleimer. Ist gerade keiner zur Stelle, nehmen wir ihn mit und entsorgen ihn halt in der nächsten Mülltonne auf dem Weg.

Lies hierzu gerne auch unseren Wildcamping- Knigge.

Und nun wünschen wir dir erst einmal gutes „Ausruhen“ im wunderschönen Dänemark!


Fragen und Ergänzungen? Dann mail uns an hallo@vanlifelove.de


Quelle: VisitDenmark


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